UBW Gunter Hintermayer

Bundesverband Finanzplaner e.V.

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Kapitalerhalt - ein leichtes Ziel?

Auf den ersten Blick erscheint dieses Ziel locker erreichbar. Ist dem aber wirklich so?

 

Betrachten wir folgenden Fall:

Die Eheleute Mayer, beide 60 Jahre alt, haben Ihren Sparerfreibetrag durch anderweitige, kurzfristig verfügbare Anlagen schon in voller Höhe ausgeschöpft.

 

Durch eine Erbschaft in Höhe von 150.000,-- € stellt sich nun die Frage, was mit dem Geld zu tun ist. Verunsichert durch die Geschehnisse der vergangenen Jahre an den Aktienmärkten, aber auch verunsichert durch diverse Anlagevorschläge von Banken - und Versicherungsbedienstete kommen Sie zum Entschluss, das Ziel Kapitalerhalt in den

 

Vordergrund zu stellen. Ihnen scheint die Lösung, das Kapital gutverzinslich und risikolos auf einem Tagesgeldkonto stehen zu lassen, als die ideale Lösung: Transparenz, Verfügbarkeit und Seriosität des Anbieters sind gute Argumente für diese Anlageform.

 

Wird damit aber Kapitalerhalt erreicht ?Die Zinserträge für die Anlagesumme von 150.000,--€ pro Jahr betragen bei einem Zinssatz von 2,0% = 3.000,--€.Davon erhält der deutsche Finanzminister bei einem Steuersatz von 33 % = 1.000,--€. Somit verbleiben den Eheleuten Mayer noch 2.000,-- €. Das bedeutet, dass 0,67% der erhaltenen Rendite vom Staat abgeschöpft werden.

 

Effektiv bleiben den Eheleuten Mayer 1,33% im Geldbeutel. Durch die aktuelle Inflation in Höhe von 2 % ergibt sich sogar eine Minusrendite von -0,67 %.

 

Der Traum vom Kapitalerhalt ist somit geplatzt!Alle Kapitalanlagen liegen im Spannungsfeld „Rendite“- „Inflation“- „Steuer“ und „Verfügbarkeit“.

Unser Hinweis für Sie:

Tagesgeldanlagen dienen der Bevorratung von „sofort verfügbarem Kapital“ - für den langfristigen Vermögensaufbau sind Sie aber nur 2. Wahl.