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Finanzplanung für junge Leute

Eine Studie des Deutschen Sparkassen und Giroverbandes in Zusammenarbeit mit dem Institut der FAZ ergab, dass die Fähigkeit junger Erwachsener, vernünftig mit Geld umzugehen, in vielen Fällen zu wünschen übrig lässt.

Nur jeder zweite Befragte beschäftigt sich gerne mit dem Thema Geld.

Die überwiegende Anzahl der Umfrageteilnehmer können allerdings mit den Informationen der Banken, Bausparkassen und Versicherungen nicht viel anfangen. Jeder Sechste – hochgerechnet sind das ca. 3,5 Millionen Personen – fühlt sich beim Umgang mit Geld überfordert. Bildung im Bereich der Finanzen tut Not.

 

Die Ergebnisse sind ernüchternd und für Fachleute nicht überraschend. Dabei ist der Umgang mit Geld relativ einfach, wenn man die Spielregeln kennt und die Prioritäten richtig setzt.

 

Der häufig gemachte Fehler ist der, dass junge Leute langfristige Sparverträge abschließen und dabei den Aufbau finanzieller Reserven sträflich vernachlässigen. In Notzeiten kommen dann die Sparer nicht oder nur mit Verlusten an ihr Geld. Unter Umständen müssen sogar Schulden gemacht werden. Da die Schuldzinsen in der Regel höher sind als die Renditen aus den Anlagen, ist diese Art von Geschäften mehr als fragwürdig.

 

Dabei ist es einfach, die ersten Schritte in die richtige Richtung zu lenken, wenn man folgende Grundsätze beherzigt:
Das Girokonto und ein Tagesgeldkonto sind Dreh- und Angelpunkt der Einnahmen und Reservebildung. Dass die Bank einen Dispositionskredit anbietet ist eine schöne, aber nicht ganz uneigennützige Geste. Das Girokonto hat im Soll nichts zu suchen.

 

Wer die Befürchtung hat, dass er mit der EC- oder Kreditkarte in Versuchung gebracht wird sein Konto zu überziehen, sollte diese erst gar nicht beantragen. War die Verlockung zu groß und das Konto schreibt rote Zahlen, ist die Rückgabe der Karten der richtige Weg aus der Überziehungsfalle.

 

Aus dem Versicherungsangebot müssen junge Menschen sich lediglich in zwei Vertragssparten für gute Bedingungswerke entscheiden:

 

  • Bei einer selbständigen Berufsunfähigkeitsabsicherung, für den Schutz vor dem Verlust des Arbeitseinkommens durch Krankheit oder Unfall, und
  • bei einer Privathaftpflichtversicherung, die für Schäden die man selbst einem Dritten zufügt aufkommt. Gleichzeitig beinhaltet die PHV eine Art Rechtsschutz zur Abwehr unberechtigter Ansprüche.

 

Wenn der Kassensturz ergibt, dass noch Geld für die Altersvorsorge übrig ist, kann über die Einrichtung einer Riester-Rente nachgedacht werden. Aber Vorsicht, denn viele Angebote in dieser Produktgattung sind aus Kostengründen nicht zu empfehlen!