UBW Gunter Hintermayer

Bundesverband Finanzplaner e.V.

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Startseite Archiv Artikel 2011 Auf Dauer negativer Realzins?
Auf Dauer negativer Realzins?

Laut Statistischem Bundesamt lag die Inflationsrate in Deutschland im Juni 2011 bei 2,4%.

 

Wenn man den Euro-Statistikern Glauben schenken darf, lag diese europaweit sogar bei 2,7 %.

 

Hat nun beispielsweise ein Anleger sein Geld auf einem Tagesgeldkonto zu einem Zins von 2% geparkt, so verliert er 0,4% an Kaufkraft (2% Habenzins abzgl. 2,4% Inflationsrate ergibt minus 0,4% Realzins). Dabei ist eine eventuell anfallende Kapital- und Kirchensteuer noch nicht berücksichtigt.08-2011a

 

Bedenkt man, dass die gefühlte Inflation bei rund 5% liegt, beträgt der Kaufkraftverlust der Geldanlage 3%. Es droht somit die Enteignung des Ersparten.

 

Die gefühlte Inflation wird im „Index der wahrgenommenen Inflation (IWI)“ monatlich gemessen. Die unterschiedlichen Inflationsraten entstehen dadurch, dass der Warenkorb unterschiedlich gewichtet wird. Der Warenkorb des Statistischen Bundesamtes ist ein gleichgewichteter Index, während der IWI das tatsächliche Einkaufsverhalten wiederspiegelt. Beispielsweise kauft sich der durchschnittliche Verbraucher nicht jeden Monat eine Waschmaschine, einen Computer oder ein Auto. Im IWI wird die Preissteigerung wesentlich praxisnaher durch die Gewichtung nach der Kaufhäufigkeit von Gütern des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel, Benzin, Öl und Strom abgebildet. Somit spiegelt sich die gefühlte Inflation jeden Monat spürbar auch im Geldbeutel des Verbrauchers wieder.

 

Ein nicht ganz ernst gemeinter Hinweis vor den Sommerferien:

 

Wie kann der Bürger der Inflation entrinnen?

Viele Finanzexperten der Wirtschafts-Presse empfehlen die Rettung der Geldanlage durch Umschichtung in Sachwerte. Möglicherweise kommt unsere Bundeskanzlerin auf einen ähnlichen Gedanken. Nachdem sie nun Afrika und Teile der arabischen Länder besucht hat, musste sie feststellen, dass die Chinesen sich schon die lukrativen Rohstoffmärkte dort gesichert haben. Das Einzige, was noch zu bekommen ist, ist Wüstensand.

 

Daher könnte ihre Empfehlung lauten: „Investieren Sie in Sand!

 

Und Sie können sicher sein: Wenn Sie das tun, haben Sie Ihr Geld in den Sand gesetzt!08-2011

 

Allen Kunden wünschen mein Team und ich fröhliche und entspannte Urlaubstage und wo immer Sie sind: Kommen Sie gesund und munter wieder nach Hause.

Ihr Gunter Hintermayer

 

Unsere VHS Termine zum Vormerken:


Vortrag: Wie sicher sind „sichere“ Geldanlagen? Wie sicher ist unser Währungssystem?

 

Donnerstag, 10.11.2011, VHS Karlsruhe, 19.00 Uhr bis 21.30 Uhr

Mittwoch, 16.11.2011, VHS Bruchsal, 19.00 Uhr bis 21.30 Uhr

 

Dozent: Gunter Hintermayer