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Das Thema Rente geht alle an. Jeder muss sich heute Gedanken darüber machen, wie er seinen Lebensstandard nach dem Berufsleben sichert. Fest steht: Allein mit der gesetzlichen Rente geht es nicht. Immer weniger Arbeitnehmer müssen immer mehr Rentner finanzieren. Das Ergebnis: Die Rentenbeiträge steigen, das Rentenniveau sinkt.
Keiner kann genau wissen, wie viel Rente er bekommen wird - je länger die Zeit bis zum Ruhe stand, desto ungewisser ist, was einen erwartet. Und immer weniger Personen kommen in den Genuss einer betrieblichen Zusatzversorgung. Die arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversicherung ist seit Jahren rückläufig, weil Gesetzgeber und Rechtsprechung es den Arbeitgebern zunehmend erschweren, betriebliche Pensionszusagen kaufmännisch tragbar zu finanzieren.
Private Vorsorge für das Alter ist unverzichtbar und das Gebot der Stunde, so meint der Bundesverband Finanzplaner e. V. (BFP) in Mainz und empfiehlt deshalb jedem, eine angemessene Vermögens-Reserve mit möglichst geringem Aufwand und Risiko aufzubauen. Denn ein komfortables Finanzpolster ist eine gute Basis für ein regelmäßiges Zusatzeinkommen. Ein solches Polster bedeutet Sicherheit und Entscheidungsspielraum - damit Sie sich im Rentenalter nicht einschränken müssen.
Es gibt viele Wege, sich das notwendige Finanzpolster zu schaffen. Einer der ertragreichsten ist die Investition in Wertpapiere, meint BFP-Mitglied Bruno Steiner. Auch eine selbstgenutzte Immobilie ist ein sinnvoller Weg und ebenso clever, einfach und der finanziellen Situation anpassungsfähig geht es mit Investmentfonds.
Um bei der zur Auswahl stehenden Möglichkeiten die richtige Mischung oder das maßgeschneiderte Konzept herauszufinden, sollte der Anleger als künftiger Rentner von neutraler Seite aus sachkundigen Rat holen, ergänzt der Experte.
Ein kapitalgedecktes Altersvorsorge-Konto sollte effizient sein. Ein wichtiges Kernelement eines solchen Konzepts ist die Einfachheit. Sie garantiert, dass der Anleger das System versteht. Der Anforderungskatalog unter dem Gesichtspunkt Altersvorsorge wird auf die wesentlichen Kriterien reduziert. Das ist bequem und reduziert mögliche Fehlerquellen, kombiniert betriebliche und private Alterssicherung und spart Vertriebs- und Verwaltungskosten, so die Empfehlung von Steiner.
Außerdem muss das Altersvorsorge-Konto möglichst sicher und flexibel sein. Es folgt dem Menschen (Portabilität) und kann den jeweiligen unterschiedlichsten und persönlichen Bedürfnissen in der Spar- wie auch der Bezugsphase optimal angepasst werden (z. B. Geldentnahme usw.). Also viel Gestaltungsfreiraum für das Geld. Allerdings: Wenn man das Kapital verringert, verringert sich damit auch das spätere Zusatzeinkommen.
Für jeden Einzelnen gelten unterschiedliche Rahmenbedingungen, die es bezüglich des Familienstandes oder des vorhandenen Vermögens. Auf diese Unterschiede sollte auch im Rahmen der Altersvorsorge Rücksicht genommen werden.
Während des Ansparvorganges ist das so genannte Langlebigkeitsrisiko (so genannte biometrische Risiko) völlig irrelevant. Erst bei Eintritt in den Ruhestand ist über die Verwendung des angesparten Altersvorsorgekapitals unter Berücksichtigung der individuellen Situation zu unterscheiden. Hier sollte Wahlfreiheit bestehen zwischen Rentenzahlung, einer Kapitalauszahlung oder einem Auszahlplan, wie dies innerhalb des AS-Systems möglich ist. Das Argument „Steuern sparen“ darf nicht das ausschließliche Argument für eine Anlageentscheidung sein.
Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung zur Einkommenssicherung während der Sparphase und eine Risikolebensversicherung für finanziell abhängige Angehörige ist ein „Muss“.
Jeder möchte sein Leben nach dem Beruf sorgenfrei genießen. Viele überlegen sich, wie sie dieses Ziel am besten erreichen.
Eins steht fest: Je besser Sie im Ruhestand finanziell ausgestattet sind, desto mehr Möglichkeiten haben Sie. |