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Startseite Archiv Artikel 2007 Viel Zeit - unschätzbarer Wert für den Erfolg von Kapitalanlagen!
Viel Zeit - unschätzbarer Wert für den Erfolg von Kapitalanlagen!

Welchen Beitrag kann der Faktor „Zeit" für Ihre finanzielle Zukunft leisten?

Zeit ist der Sicherheits- und Renditefaktor einer Investition schlechthin. Sie schafft zum einen Vermögen - dank des Zinseszinseffekts, der erst bei Langfrist-Anlagen zum Tragen kommt. Zum anderen mindert Zeit das Anlagerisiko. Mit zunehmender Laufzeit wird die Wahrscheinlichkeit, dass am Ende des Anlagehorizonts das Vermögen unter den eingezahlten Beträgen liegt, verschwindend gering.

Besonders Eltern, Grosseltern, Paten aber auch Jugendliche, die heute schon an deren bzw. ihre finanzielle Zukunft bis hin zur Alterssicherung denken, können diesen nicht mehr nachholbaren Vorteil nutzen. Erforderlich sind aber Sparwille und vor allem Disziplin und etwas Wissen über die Zusammenhänge bei der Planung von Einnahmen, Ausgaben und der Instrumente für die notwendige finanzielle Existenzsicherung.

Raum und Zeit als eine untrennbar zusammengehörige Einheit, das beschreibt die Einsteinsche Relativitätstheorie. Ähnlich untrennbar ist der Faktor Zeit vom Erfolg bei Geldanlagen in Investmentfonds. Bei der Zeit ist zumindest eines gewiss: dass sie vorübergeht, wenn sie nicht konstruktiv genutzt wird. Das gilt gleichermaßen für das tägliche Leben wie auch für die finanzielle Vorsorge.

Zeit schafft Rendite! Wer entsprechend lange vor allem in Aktienfonds investiert bleibt, kann sich trotz des Auf und Ab an den Börsen über attraktive Wertzuwächse freuen. Denn bei Investitionszeiträumen von 15 Jahren und mehr kommt zum einen der Zinseszinseffekt deutlich zum Tragen. Zum anderen wird die Gefahr, Verluste zu erleiden, vernachlässigbar gering, wenn man sich aktiv um seine Finanz- und Lebensplanung kümmert. Geldanlagen sind keine einmaligen statischen, sondern dynamische und aktive Angelegenheiten.


Im langfristigen Durchschnitt rechnet der BVI (Bundesverband Deutscher Investment-Gesellschaften e.V.) für globale Aktienfonds mit Renditen von durchschnittlich 8 Prozent.

Dass es auch besser geht, belegt eine von der renommierten Rating-Agentur Lipper getroffene Auswahl qualitativ sehr guter Aktienfonds:

Gemessen am Aktienindex MSCI Europe, der nach Marktkapitalisierung und Umsatz die 530 bedeutendsten Unternehmen Europas fasst, brachten europäische Aktien in den vergangenen 20 Jahren im Schnitt sogar eine Rendite von 13,2 Prozent.
In rollierenden 20- Jahres-Perioden zwischen 1970 und 2005 gab es schließlich bei keinem der anerkannten Leitindizes, wie dem MSCI World, S&P 500 oder MSCI Europe, einen negativen Zeitabschnitt.
Im besten Fall der Lipper-Auswertung konnten Anleger mit qualitativ sehr guten Fonds zwischen 1979 und 1999 rund 15 Prozent Rendite pro Jahr erwirtschaften.
Im schlechtesten Zeitraum zwischen 1983 und 2003, also während der historischen Baisse der Jahre 2000 bis 2003, immerhin noch 11 Prozent im Schnitt.
Auch längere Zeitreihen, die zumindest von amerikanischen Aktien bis 1826 existieren, zeigen, dass über alle 25-Jahres-Perioden Renditen bis zu zwölf Prozent möglich waren.

Langfristig wirkt sich der Ertragsvorsprung vor allem aufgrund des Zinseszinseffektes aus.
Er entsteht immer dann, wenn Zinsen einer Investition nicht ausbezahlt, sondern dem Vermögen hinzuaddiert, also mit angelegt werden (thesaurierend). Dabei wirken sich vermeintlich kleine Beträge im Anlageergebnis exponentiell aus. Auf lange Sicht bewirkt dieser Effekt, dass das Vermögen umso stärker wächst, je mehr Zeit verstreicht. Umgekehrt: Je später mit dem Sparen begonnen wird und je weniger Zeit zur Verfügung steht, umso höhere Beträge müssen aufgebracht werden, um das gleiche Ziel zu erreichen.

Die vorangegangenen Beispiele haben gezeigt, dass zweistellige Zuwachsraten bei Aktienfonds keine Seltenheit sind. Unterstellt man beispielsweise eine Rendite von 11 Prozent im Schnitt - wie sie auch ein Aktienfonds mit Schwerpunkt Deutsche Aktien seit Auflage nachweisen kann - und regelmäßige Sparraten von 100 Euro monatlich, würde ein Anleger

nach 10 Jahren 20.231 Euro erhalten. Nach Abzug der Einzahlungen in Höhe von 12.000 Euro errechnet sich ein Nettoertrag von 8.231 Euro.
Doppelte Investitionsdauer, also 20 Jahre Laufzeit, ergäbe bereits einen Nettoanlageerfolg von 53.677 Euro - sprich eine Versechsfachung des Nettovermögens.
Besonders eindrucksvoll zeigt sich aber der exponentielle Effekt der Langzeitanlage ab 30 Jahren:
Dreimal so lange investiert zu sein hätte den 24-fachen Ertrag, nämlich 240.789 Euro zur Folge. 40 Jahre Durchhaltevermögen würden schließlich mit 79-mal mehr Vermögen in Höhe von 703.932 Euro belohnt werden. Um den gleichen Betrag in nur 20 Jahren zu erreichen, müsste ein Anleger statt 100 Euro monatlich 906 Euro aufwenden! Das eingezahlte Kapital beliefe sich dabei auf 217.440 Euro, viermal so viel, wie bei einer Anlage über 40 Jahre mit einer Sparrate von 100 Euro notwendig gewesen wären.

Dieser Effekt der Formel: [t x G = V] (t = Zeit, G = Geld, V = KapitalVermögen) ergibt sich auch bei geringeren Erträgen als in den o.a. Beispielen.
Ob in Form einer Einmalanlage oder eines Fondssparplans oder in der Kombination: fundierte Aktienfonds sind in der langen Frist sehr lukrative Anlageformen. Daran ändert sich auch durch die geplante Besteuerung ab 2009 nichts.

Bei der richtigen Kombination von Anlageform, Anlagebetrag, Ertrag, Förderung oder Zuschüssen von Arbeitgeber und/oder Staat lässt sich hier eine die finanzielle Existenz sichernde Vermögensbildung bei geringem Eigenaufwand gestalten mit sonst nicht erzielbaren Renditen.

Deshalb beachte:
Mindestens ein umfassendes Strategiegespräch (Kontrolle der Ist / Soll-Situation zur Finanz- und Lebensplanung) pro Jahr sollte mit einem qualifizierten und möglichst unabhängigen Berater erfolgen.

Erkenntnis daraus:
Zu einer fundierten Beratung über die möglichen Vermögensaufbau- wie Vorsorgebausteine gehört ebenso eine Analyse des Kundenwunsches in der Leistungsphase (vererbbar, kapitalisierbar?). Die Ergebnisse hängen deshalb sehr stark vom Einzelfall und den Individualvorgaben ab. Pauschalkriterien wie die „Förderquote" genügen den Anforderungen nicht. Aufgrund der Komplexität der Produkte und der Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten, benötigt der Berater entsprechendes Fachwissen und Kenntnisse. In Zweifelsfällen sollten Vermittler oder Kunden auf einen Spezialisten zugreifen und evtl. einen Steuerberater hinzuziehen.

Die Arbeitskraft ist unser größtes Kapital. Damit erfüllen wir uns Wünsche und Ziele und sichern unseren Lebensstandard während des aktiven Arbeitslebens. Natürlich geht jeder davon aus, dass sich daran auch nichts ändert. Doch bei einem Unfall, einer schweren Krankheit oder im Alter ist dieses Kapital Arbeitskraft in Gefahr oder nicht mehr vorhanden. Dann drohen ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten – mitunter sogar der soziale Abstieg. Denn die gesetzlichen Leistungen allein reichen nicht mehr aus.