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Eine Studie des Instituts für Finanzdienstleistungen im Auftrag des vzbv zeigt, dass Finanzdienstleistungen in deutschen Schulbüchern nur eine untergeordnete Rolle spielen, wenn sie denn überhaupt vorkommen. Die Beispiele sind oft praxisfern und teilweise falsch.
Diesen Mangel bei der Bildung zu Finanzdienstleistungen in der Schule hat auch der Bundesverband Finanz-Planer e.V. (BFP) in Mainz erkannt, der diesen Mangel wenigstens teilweise in einem erweiterten Ratgeber-Angebot für unterschiedliche Zielgruppen ausgleichen will.
Die Bedeutung von Verbraucherschutzthemen im Rahmen der finanziellen Allgemeinbildung war Thema einer Tagung des Bundesverband Finanzplaner e.V. (BFP) in Kassel. Dabei wurde gefordert, dass die Schule nicht nur die klassischen Fächer wie Deutsch und Mathematik lehren, sondern auch das Konsumentenbewusstsein der Schüler ausbilden sollte. Die Konsequenzen aus dem Debakel, dass bereits Schüler verschuldet sind, müssten umfassender sein als bisher diskutiert, Geldunterricht sollte als fester Bestandteil im Lehrplan verankert werden. Aber auch in anderen Fächern sollten Verbraucherthemen aufgegriffen werden. Parallel dazu sollten Bildungsstandards entwickelt werden, an Hand derer überprüft werden könnte, was wirklich vermittelt wurde. Es müsse bereits in der Schule geübt werden, ein mündiger Verbraucher zu werden, um der zunehmenden Überschuldung im privaten Bereich - von der auch viele Jugendliche betroffen sind - entgegenzuwirken.
Die Tatsache, dass Kinder und Jugendliche in der Schuldenfalle sitzen (und nicht nur die; allein in Baden-Württemberg sind es derzeit 290.000 Haushalte, die überschuldet sind) bringt die Frage mit sich: „Warum geraten Kinder und Jugendliche in die Schuldenspirale?“
Mehr als 850.000 Jugendliche starten nach der Ausbildung / Lehre mit enormen Schulden ins Berufsleben. Durchschnittlich betragen diese Verbindlichkeiten 22.500 €. Schulden machen sie aber vor allem bei Banken. Diese „seriösen“ Geldhäuser spielen und kassieren dabei kräftig mit. Jugendgirokonten mit bis zu 1.500 € Überziehungskreditrahmen, ohne entsprechende Sicherheiten oder Gegenwerte, wie Immobilien oder aber zumindest ein geregeltes und ausreichendes Einkommen, sind leider keine Seltenheit. Verbraucht wird das (geborgte) Geld für Handy, PC, Trendbekleidung.
Wenn diese Kinder und Jugendlichen ins Berufsleben einsteigen, frisst die Begleichung der Schulden und Zinsen schon ungefähr ein Drittel des ihnen zur Verfügung stehenden Nettoeinkommens auf und führt in eine sich immer schneller drehende Schuldenspirale. Kinder und Jugendliche sind nicht mehr in der Lage, sich aus eigener Kraft aus diesem Schuldensumpf zu befreien. Wer hier wird nicht rechtzeitig vorbeugt, verbaut sich eine lebenswerte Zukunft und wird Zinssklave seiner Geldgeber und Banken.
Was tut die Politik? Viele Politiker habend die Dringlichkeit des Problems erkannt und setzen auf Prävention. Diese soll den Jugendlichen deutlich machen, dass nur „haben“ kann, wer etwas leistet und etwas (vordergründig und notwendigerweise Geld, das erarbeitet werden muss) besitzt. Wer sich Geld leiht, hat nichts außer Schulden. Geschehen ist aber bis jetzt noch nichts!
Warten Sie nicht weiter – handeln Sie als Erzieher und Pädagoge schon jetzt! Um zu sehen, wie viele Kinder und Jugendliche sich für das Thema Geld begeistern und lebhaft alle wichtigen Punkte notieren, machen Sie die Probe aufs Exempel! Planen Sie Unterrichtsstunden für die Jugendlichen!
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