UBW Gunter Hintermayer

Bundesverband Finanzplaner e.V.

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Startseite Archiv Artikel 2004 Beitragserhöhungen in der Wohngebäudeversicherung
Beitragserhöhungen in der Wohngebäudeversicherung

Dass Gebäudeversicherungen schon seit längerem unterscheiden, in welcher Region das versicherte Objekt liegt, ist nichts Neues. In den neuesten Tarifgenerationen entscheidet mittlerweile immer mehr sogar die Stadt/Gemeinde und die Straße darüber, ob und in welcher Form ein Versicherungsschutz angeboten werden kann. Beitragszuschläge, Ausschlüsse von Versicherungsbestandteilen bis zur Nicht-Versicherbarkeit ist alles möglich.

Der Markt der Gebäudeversicherer war in der 2. Hälfte der neunziger Jahre geprägt von einem teilweise ruinösen Preis- und Leistungskampf. Wenn ein Versicherer
hervorragende Leistungen zu einem günstigen Preis angeboten hatte, musste die gesamte Branche tendenziell preislich und inhaltlich vom Bedingungswerk Verbesserungen einführen.

Aktuell wandelt sich der Markt in die entgegengesetzte Richtung. Großschadensereignisse wie die Verwüstungen von Sturm Lothar, das Elbe- und Oderhochwasser sind uns noch in guter Erinnerung. Die Schadensbilanzen der Versicherer sind bis heute in Ihren Büchern noch nicht vollständig verarbeitet. Gewaltige Beitragsanpassungen zwischen 30 und 200 % sowie die Verschlechterung der Bedingungswerke sind keine Seltenheit.
Da das Bundesaufsichtsamt die Bedingungswerke nur noch stark eingeschränkt prüft, ist der Kunde beim Vergleich auf sich alleine gestellt.



Unser Tipp: Bis einschließlich 2006 ist mit weiteren Turbulenzen bei den Geschehnissen rund um die Gebäudeversicherung zu rechnen, sofern die Naturgewalten keine weitere Katastrophen größeren Ausmaßes produzieren. Danach ist eine Konsolidierung und Marktberuhigung zu erwarten.